Vereinsgeschichte

Der Reitplatz bei Cordes wurde aber für größere Turniere zu eng, darum verhandelte der Verein mit der Hansestadt Hamburg über einen größeren Turnier- und Reitplatz, und schließlich sorgte auch das Wilhelmsburger Ortsamt dafür, daß ein geeigneter Platz am Niedergeorgswerder Deich, auf dem Gelände der alten Ziegelei und Konservenfabrik, gefunden wurde. Das erste Turnier hier fand so großen Anklang, daß man mit über 300 Nennungen und 70 Pferden ein schönes reiterliches Wochenende bestreiten konnte. 
 
 Im Oktober des gleichen Jahres wurden Hans Cordes und Hermann Benthack zu ihrer 60jährigen Mitgliedschaft mit einer Ehrennadel ausgezeichnet.

Am 12. Juni 1980 verstarb unser Ehrenmitglied Walter Schlatermund. 

1981 brach man mit der Tradition, daß nur männliche Reiter den König ausreiten durften, und Helene Pietzke wurde die erste Reiterkönigin des Vereins.
Sie trug galant die schwere, über 70 Jahre alte Königskette; das Krönchen stiftete Olander Olsson. 

1981 belegte unsere Jugendmannschaft den 4. Platz im Turnier am Reitstall Treudelberg, die beteiligten Mitglieder waren Kirstin Hamann, Silke Pretzer, Christina Möller und Jens Stolte.

1984 löste Johannes Wülfken den 1. Vorsitzenden Peter Schulenburg ab, und im gleichen Jahr erhielten wir auch die Benutzungsgenehmigung für den Reitplatz am Niedergeorgswerder Deich in Georgswerder. 

Ende 1984 kaufte der Verein ein in gutem Zustand befindliches großes Holzhaus, das noch immer als unser Vereinshaus dient. Im September nahm eine Reiterabordnung zum 60jährigen Jubiläum des Landesverbandes bei einem historischen Festumzug auf der Horner Rennbahn teil, vorweg fuhren in einer Kutsche das Königspaar Hans und Ingrid Wülfken. 

Von 1984 bis 1987 entwickelte sich besonders die Voltigier-Abteilung unter Kirstin Hamann, im Juni 1986 placierte man sich beim Turnier an 1. und 3. Stelle. 
In der kalten Jahreszeit standen die Vereinspferde nun im Stall von Adolf Meyer gegenüber dem Reitplatz. 

Im Januar 1985 ernannte man die Mitglieder Peter Schlatermund, Johnny Gerkens und Wilhelm Schulz zu Ehrenmitgliedern. An einem Berittführer-Lehrgang nahmen Beate Gubba, Anja Jenkel (heute Binek) und Jan Wülfken erfolgreich teil. Die erfolgreichste Reiterin des Jahres 1985 war Carola Meyer; sie erhielt den Wanderpokal. 

1986 traten 4 junge Reiter dem Verein bei, die mit eigenen Pferden Ritterspiele durchführen wollten; sie landeten später beim Film. 

In Warendorf wurde dann ein weiteres Vereinspferd eingetragen, Shoulu, ein Norweger. Und Ernst Schulenburg wurde vom Landesverband für hervorragende Leistungen in der Vereinsarbeit geehrt. 

Am 17. Juni 1986 feierte der Verein sein 75-jähriges Bestehen. Mit einem Reiter- und Kutschenumzug durch Kirchdorf vom Reitplatz zum Heimatmuseum begann der Festtag. Dort wurde am Gedenkstein für die Wilhelmsburger Pferdezucht ein Kranz niedergelegt.
Begleitet von den Jagdhorn-Bläsern und einem Spielmannszug zog man wieder zurück zum Vereinsgelände, wo mit einem Imbiss weiter gefeiert wurde. Nach einer Ansprache des Ortsamtsleiters Westphal wurden die Reiter aktiv mit einem Jagd- und Mannschaftsspringen. Hermann Westphal rundete den Abend mit einem Dia-Vortrag ab.
Im gleichen Jahr vermachte er dem Verein seine Foto-Sammlung über das Ringreiten. 
Der Verein für Heimatkunde zeigte sich interessiert an der alten Vereinskutsche, deren Instandsetzung über 4500,- DM kosten sollte. Man beschloß, sie nur kurz in Helmut Cordes Scheune zu renovieren, um sie dann im geplanten Außenstandort des Museums auf dem Hof von Günter Glatz auszustellen.

Doch daraus wurde leider nichts, 1997 brannte die Scheune durch Brandstiftung ab und mit ihr die Kutsche. Aus dem Nachlaß von Herrn Seebode kaufte der Verein für 1000,- DM ein Pony, eine Kutsche und eine Pony-Kutsche.

Die Reiterkönige
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