Im Herbst 1947 gab es erste reiterliche Erfolge, die sich bis 1952 fortsetzten. Adolf Cordes nahm in diesem Jahr mit "Almmusik" am Derby in Flottbek teil.
Dann setzte leider bis 1960 eine allgemeine Lustlosigkeit ein, es
fanden keine vereinsinternen Turniere statt. 1960 fand dann das Ringreiten bei Sohre
statt. Zum 150jährigen Jubiläum veranstaltete man eine Vereinsfeier.
1962 fiel der Reitbetrieb wegen der verheerenden Flut-Katastrophe
aus, bis 1966 verlief der Reitbetrieb noch lustlos.
Nun trat der Verein dem Hamburger Sportbund bei.
Im August 1966 gab es eine Ausschreibung vom Landesverband für
das Landesturnier in Flottbek; Renate Nedel, Klaus Meyer, Jürgen Maack und Bernd
Niakowsky nahmen teil und gewannen die begehrte Landesstandarte.
Zur Siegesfeier im November bei Sohre erschienen auch der damalige
Senator des Inneren, Herr Eckström, sowie unser unvergessener Ortsamtsleiter Hermann
Westphal.
1967 trat der langjährige 1. Vorsitzende Walter Schlatermund zurück und sein Nachfolger wurde Ernst Schulenburg. Nachdem nun immer mehr Jugendliche ihre Liebe zum Reitsport entdeckten, entschloß sich der Verein, das erste eigene Pferd zu kaufen. Außerdem bemühte man sich, einen geeigneten Reitplatz zu pachten. Durch Mitgliederspenden wurde schließlich das Pferd Dörte angeschafft und Hans Cordes stellte seine Weide am Jenerseitedeich als Reitplatz zur Verfügung.
Ostern 1969 kaufte man das 2.Vereinspferd, Eiskönig.
Lange Jahre wurde der Reitsport auf unserer Insel nur von Landwirten aus dem
Wilhelmsburger Osten und Moorwerder ausgeübt, bis dann schließlich auch die Städter das
Pferd als Freizeitausgleich entdeckten. So wurde das Mindestalter für einen
Vereinsbeitritt von 14 auf 6 Jahre gesenkt, und die erste Voltigiergruppe entstand.
Im Oktober 1975 fand ein Reitfest auf der Koppel von Hans Cordes statt, mit der jungen Voltigier-Abteilung sowie Dressur, Springen, Pony- und Zitronen-Rennen.
1977 übergab der Verein die alte Standarte von 1911 dem Wilhelmsburger Heimatmuseum; der damalige Heimatforscher Rektor Hermann Keesenberg hängte sie gut sichtbar zwischen die alten hannöverschen Fahnen. Frau Grete Wülfken stickte uns eine neue Standarte, doch bei einer Feier fremder Leute wurde sie aus dem Vereinslokal Sohre gestohlen. Der ehemalige Vereinswirt und der Verein kauften eine neue Standarte, doch über wundersame Wege tauchte die alte Standarte wieder auf.
1978 wurde der "Tag des Pferdes" - unser langjähriges Fest -, an dem nur die hiesigen Vereine teilnehmen durften, umbenannt in "Wilhelmsburger Pferdetag".
1979 legte der 1. Vorsitzende Ernst Schulenburg aus
gesundheitlichen Gründen sein Amt nieder, sein Nachfolger wurde Peter Schulenburg.
Ernst Schulenburg blieb dem Verein als Reitlehrer erhalten und ist
trotz seines hohen Alters (Jahrgang 1914) als Ehrenvorsitzender beim sonntäglichen
Frühschoppen im Vereinshaus noch immer präsent.