Vereinsgeschichte

Im Jahre 1911 wurde der Verein als Wilhelmsburger Reitklub von 1911 gegründet, Zweck der Gründung war in erster Linie die gemeinsame Liebe zum Pferd und die Pflege der Geselligkeit - daran hat sich bis heute nichts geändert, wenn man z.B. die Frühschoppen im Vereinshaus betrachtet, wo sich alte und junge Mitglieder am großen, ovalen Tisch sonntagmorgens einfinden und über alte und neue Reiterlebnisse diskustieren. 

Nach der Gründung traf man sich zu Reitausflügen und veranstaltete jährlich ein Ringreiten; auch diese Tradition hat sich bis in die heutige Zeit erhalten. 

An der Gründungsversammlung waren beteiligt:

Peter Schlatermund
Claus Schlatermund
Otto Schröder
Friedrich Meyer
Hans Meyer
Jan Mamero
Otto Hecht
Karl Bartels 
und Sattlermeister Friedel Bartels

Die Reiterkönige



Das erste Vereinslokal war die Gastwirtschaft Bartels an der Ecke des heutigen Jenerseitedeichs zur Kirchdorfer Straße. 

1913 wurde das erste Ringreiten veranstaltet, die Königskette stiftete der am Bahnhof ansässige Juwelier Otto Hecht.
Im ersten Weltkrieg ruhte das Vereinsleben, aber ab 1920 trat der Verein wieder in Erscheinung und nannte sich jetzt 

Reitverein Wilhelmsburg von 1911

Man begann mit einem planmäßigen Schulreiten, und auch die Grundausbildung wurde vermittelt. 

1922 erfolgte die Standartenweihe.  

1925 war der Verein Gründungsmitglied des Landesverbandes der Reit- und Fahrvereine. Mit guten Erfolgen beteiligte man sich an den Turnieren bei Nachbarvereinen. 

1927 errang Walter Schlatermund mit der Landesmannschaft bei einem Turnier in Dortmund beachtliche Preise. Bei einem großen Turnier in Hollenstedt im gleichen Jahr gewann die Mannschaft die Kreisstandarte. 

1928 zog es mehrere Mitglieder zum Stillhorner Reitverein, der dadurch wieder belebt wurde.

Von 1929 - 1932 waren unsere Reiter wieder erfolgreich, in dieser Zeit stellte der Verein eine Junioren-Mannschaft auf und schickte sie zum Verbandsturnier nach Hannover; gegen große Konkurrenz gewannen sie den 1. Preis.

Im Jahr der Machtübernahme 1933 versuchte man die Gleichschaltung der Wilhelmsburger Reitvereine, doch da unser Verein dagegen stimmte, wurde daraus nichts. Durch erfolgreiches Bemühen des Oberleutnants von Natzmer wurde dann jedoch der Zusammenschluß mit dem Reitklub Eintracht auf freiwilliger Basis abgeschlossen. 
Die Drangsalierungen der Vereine verschärften sich aber derart, daß einige Aktive zur Reiter-SS oder Reiter-SA gingen.

Beim Turnier im Juni 1934 traten zum erstenmal Reiter in Uniformen an.

1935 fand im Juni das Turnier bei Geerds in Niedergeorgswerder unter der Beteiligung der Reichswehr statt.

Von 1936 an ruhten die Turniere, es gab nur noch die bekannten Veranstaltungen: Das Ringreiten, den Königsball, und das "Kränzchen," den Herbstball. 
Da der 2. Weltkrieg ausbrach, konnte der Reiterkönig seinen Titel erst 1947 wieder verteidigen. Das Vereinsleben erlosch völlig, durch die Kriegswirren verlor man sämtliche Urkunden und Pokale. 

1947 nahm man aber schnell das Vereinsleben wieder auf, das zerbombte Vereinslokal von Bartels wurde ersetzt durch das altehrwürdige Gasthaus Sohre, das auch heute noch unser Vereinslokal ist. 

Gasthaus Sohre


weiter

Seite [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7]